Ya ha llegado el momento que un gran número de alemanes lleva temiendo muchos años: a partir de mañana, el plazo de vigencia de ambas ortografías alemanas -la antigua y la nueva- habrá concluido, y solo la nueva ortografía será de validez. Palabras que, hasta hoy, ofrecían dos formas válidas de escribirlas, habrán de marcarse como incorrectas, escritas en su <<forma antigua>> (por ejemplo wieviel [antiguo] / wie viel [nuevo] = cuánto/a). Admito que en español la diferencia entre estas dos formas no parece demasiado grande (alguien dirá: <<¡Qué más da, si solo se ha introducido un espacio…!>>). Sin embargo, teniendo en cuenta que el alemán es mucho más aglutinante que el español y no se puede escribir por separado un único concepto como es el caso del inglés, la Getrennt- und Zusammenschreibung (grafía por separado o todo seguido) constituye un tema de gran importancia en la ortografía alemana. (Compárese con la tilde en español [tanto la ortográfica como la diacrítica]: acabo no es lo mismo que acabó, ni cuando lo mismo que cuándo).
Desde la introducción de la Reforma de la ortografía alemana hasta hoy día, esta siempre ha causado mucha polémica tanto en círculos políticos como privados por ser bastante ambigua, difícil de entender e inconsecuente en muchos aspectos. Hoy mismo es el tema de mayor importancia en el periódico alemán Die Welt. No obstante, yo nunca me he opuesto a ella porque algunos cambios me parecen bien pensados (por ejemplo: ¿Por qué escribir wieviel (cuánto/a) todo seguido, pero wie viele (cuántos/as) por separado? Seamos consecuentes escribiendo ambas formas por separado.) Uno de los cambios más lógicos y necesarios me parece la conversión de la ß (denominada Eszett = combinación entre ‘ese’ y ‘zeta’, que describe el origen de esta letra alemana) en ss cuando se encuentra detrás de una vocal corta (afectado número 1 de esta modificación es la conjunción subordinante dass [que completivo]. Este cambio es lógico porque se une a la norma ortográfico-fonética general del alemán, según la que la vocal delante de una sola consonante siempre es larga (compárese Fuß = pie), mientras que aquella seguida de dos consonantes se pronuncia breve (Fluss = río).

Ich glaube »Eszett« ist nicht der richtige Ausdruck, es müsste besser heißen »scharfes s«, denn das ß ist eine Ligatur aus dem deutschen langen s (ähnlich geschrieben dem f, nur ohne Querstrich) und dem kurzen s. Ein z hat rein gar nichts damit zu tun.
Sehr interessanter, aber auch diskutabler Beitrag! Jedoch müssen wir zu dessen Beantwortung noch etwas weiter in die Tiefe gehen:
1. Warum der Name „Eszett“? Einerseits hast du Recht, dass dieser Buchstabe aus der Ligatur des langen ſ mit dem runden s entstanden ist (ſ+s=ß), aber auch aus der Ligatur des langen s mit dem Antiqua-z (ʒ; ſ+ʒ > ſʒ > ß), wie man es noch auf vielen Straßenschildern erkennen kann. Das Problem ist, dass diese Digrafen (ein aus zwei Buchstaben bestehender Laut, wie das ch) -ss und sz- im Altdeutschen zwei verschiedenen Lauten entsprachen, die mit der Zeit zusammentrafen. So begründet sich der Name „Eszett“. (Der hypothetische Name „Es-es/Esses“ hätte sich ja auch eher nach einem Doppel-s angehört.) Man lese hierzu den ausführlicheren Wikipedia-Eintrag mit zahlreichen Schriftbeispielen.
2. Warum nicht „scharfes s“? In dem eben genannten Beitrag wird der Name „scharfes s“ als Synonym behandelt. Viele Deutsche (vor allem im Süden) nennen den Buchstaben auch so. Von daher ist sein Gebrauch bestätigt. Persönlich bin ich mit dieser Bezeichnung jedoch nicht einverstanden, da „scharf“ meiner Meinung nach ein hier eher unangebrachtes und ungenaues Adjektiv ist (scharf kann ein Messer, ein Blick oder ein Kommentar sein; kurz, etwas, das schneidet/zertrennt; sowie das Essen). Ich weiß zwar, dass die Sprecher damit das stimmlose s (in „küssen“) gegenüber dem stimmhaften s („Susi“) meinen, doch sehen wir, dass diese Beschreibung auf jedes s am Silbenende („Erlebnis“), vor Konsonanten („du hast“) sowie auf das Doppel-s zutrifft. Außerdem ist „scharfes s“ kein offizieller Name, sondern nur regional gebräuchlich. „Eszett“ hingegen ist international anerkannt.
Endlich mal jemand, mit dem man so richtig »Korinthenkackerei« betreiben kann. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
Ich finde deine Ausführung sehr fundiert und muss dir Recht geben mit dem Gebrauch der Bezeichnung »scharfes s«: die Verwendung lässt sich widerlegen. Aber ein ß wird doch immer »scharf« gesprochen, auch wenn es s gibt, welche auch scharf gesprochen werden oder nicht?
Der Einwand mit der Ligatur aus den Buchstaben ſ+ʒ = ſʒ = ß stimmt (für gebrochene Schriften), insofern hatte ich mich in meinem obigen Beitrag ungenau ausgedrückt, gilt aber eben nicht für die Antiqua, sondern für die deutschen gebrochenen Schriften, da es in der Antiqua kein z mit Unterlänge gibt (oder doch?).
Das Bildbeispiel von dir zeigt das ß als Ligatur, welche aus dem Frakturzeichensatz nachgestaltet ist. Denn dort wurden wirklich das lange s (ſ) und das z (mit Unterlänge = ʒ) zusammengesetzt, obwohl, und das wollte ich mit meinem obigen Beitrag zum Ausdruck bringen, es ein Zusammenziehen von langem und rundem s ist (ſs).
Ich frage mich nun allerdings, warum die »Gestalter« der gebrochenen Schriften beim Zusammenziehen von ſs einfach ein ſ und ein ʒ nehmen?
Habe ich da was überlesen?
Nachtrag zu meiner obigen Frage
>da es in der Antiqua kein z mit Unterlänge gibt (oder doch?)
Das Beispiel bei wikipedia klärt nicht meine Frage
http://de.wikipedia.org/wiki/Z#Das_Z_mit_Unterschlinge
ob es doch früher in Antiqua-Schriften z mit Unterlänge gab, welche auch hier die Bezeichnung Eszett für ß zulassen würden.
Das aufgeführte Schriftbeispiel des z mit Unterlänge entstammt nämlich einer modernen Grotesk aus diesem Jahrhundert und kann leider nicht als Erklärung der ſʒ-Ligatur in Antiquaschriften dienen