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Grammatik, Linguistik

Generative Transformations- grammatik

10.08.2007 | Einen Kommentar schreiben

Gestern kam zufällig das Thema auf, welche Formeln man zur Bildung der Zeiten (Perfekt, Präteritum usw.) gebrauchen könnte. Dazu meinte ich, dass es für die Bildung eines grammatisch korrekten Satzes jedoch nicht genug sei, nur zu wissen, wie man die einzelnen Satzelemente behandelt (Konjugation des Verbs, Deklination des Nomens). Anschließend kommt es nämlich darauf an, wie man diese einzelnen Elemente miteinander verknüpft. Bei dieser Aufgabe ist das Verb der ausschlaggebende Faktor, da es alle Nominalphrasen (und alle übrigen) koordiniert. Dabei gibt es fast immer ein Nomen (welches auch verschiedene Ergänzungen haben kann), das etwas durchführt (es schreibt, zum Beispiel). Nun hängt es vom Verb ab, ob und welche anderen Ergänzungen es noch gibt oder sogar geben muss (Rektion). In den allermeisten Fällen gibt es ein direktes Objekt (im Akkusativ, 4. Fall), das die vom Verb ausgedrückte Aktion „erleidet“ (Markus schreibt einen Brief: Der Brief erleidet, von Markus geschrieben zu werden). Häufig gibt es dann auch noch ein Ziel, zu welchem das direkte Objekt gelangen soll: Das indirekte Objekt (im Dativ, 3. Fall). All das hört sich noch relativ leicht an, wird aber komplizierter, sobald das Verb noch eine (oder zwei) Präpositionalphrase(n) verlangt (wie: sich [bei jemandem] um etwas bewerben). Und das alles muss dann auch noch auf eine bestimmte Weise angeordnet werden…

Der Amerikaner Noam Chomsky, einer der wichtigsten Sprachwissenschaftler des 20. Jahrhunderts, entwickelte höchstinteressante Theorien, denen nach die Spracheigenschaft uns Menschen etwas Angeborenes ist und alle heute gesprochenen Sprachen auf die gleiche Weise funktionieren. Von dieser Voraussetzung ausgehend formulierte Chomsky die Generative Transformationsgrammatik, mit der man die verschiedenen, oben vereinfacht beschriebenen, syntaktischen Beziehungen der Satzglieder untereinander verbildlichen kann. In der unten angefügten Abbildung sehen wir ein Beispiel dieser Beziehungen anhand eines spanischen Satzes (der bedeutet: Die Könige des Mambos haben Liebeslieder gespielt).

Ejemplo de análisis sintáctico

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