Das Türkische ist schon echt tückisch! Es hat vielleicht komische Sachen…, wie z. B. dass das Verb immer am Ende steht:
- Mesajını gördum ve çok sevindim.
- Nachricht-dein hab bekommen-ich und sehr (darüber) mich-gefreut.
- Belki ileride yabancı firmalarla röportaj için ve fuar için Almanya’ya gidebilirim.
- Vielleicht später ausländische Firmen Reportage-für und Messe-für nach Deutschland gehen kann ich.
Hast du die französischen Wörter erkannt? Genau, „röportaj“ von frz. „reportage“ (wie im Deutschen, aber halt ins türkische Alphabet umgeschrieben) und „fuar“ von „foire“, „Messe“. „Deutschland“ ähnelt auch dem französischen („Allemagne“) bzw. dem spanischen Wort („Alemania“). Und außer dem Verb hast du bemerkt, dass wirklich alles anders herum zu stehen scheint? Die Possessivsuffixe (= -nachsilben: -ın = dein) und Präpositionen (-[y]a = nach/zu), obwohl es sie auch „lose“ gibt (için = für).
Und dieses komische „i“ ohne Punkt? Also, im Türkischen gibt es unser normales „i“, welches den Punkt auch auf dem Großbuchstaben hat („İ“, wie in „İstanbul“), und das wie in „sie“ ausgesprochen wird. Bis hierher ok. Aber nun, dem „ı“ (Großbuchstabe „I“) fehlt überhaupt nichts – es ist einfach ein Vokal mehr und wird wie eine Mischung aus „i“ und „u“ ausgesprochen (sein Phonem ist ein umgedrehtes «m»: [ɯ]). Dieser Laut ähnelt etwas unserem unbetontem „e“ (Phonem: [ə], das so genannte Schwa) oder dem russischen „ы“ (Phonem: [ɨ]).
Aussprache/Alphabet
„C“ wird /dsch/ [dʒ] ausgeprochen: canım = Liebling; „ç“ = /tsch/: çok = viel/sehr; „ğ“ verlängert wie das deutsche „h“ den davorstehenden Vokal: öğrenim = Bildung; „j“ genau wie im Französischen [ʒ]: röportaj; „ş“ = /sch/, [ʃ]: beş = 5; und „z“ auch wie im Französichen oder im Englischen (stimmhaftes „s“: [z]): zaman = Zeit. Die gleichlautenden Vokale „ö“ und „ü“ sind ja schon allzu bekannt: önce (/öndsche/) = vorher; küçük (/kütschück/) = klein.
Besonderheiten des Türkischen
Ich habe zwar schon über ein paar „komische Dinge“ diesbezüglich gesprochen, jetzt kommt’s aber noch dicker: Das Türkische kennt keinen Artikel! Es findet ihn völlig überflüssig, genauso wie das grammatische Geschlecht – genau das, was den Deutschlernenden das Leben schwer macht. Die türkische Sprache weist aber andere Tücken auf, die die ganze Sache doch noch erschwierigen, z. B.:
Vokalharmonie: Sie besteht darin, dass die persönlichen, Possessiv- und Flexionsendungen (das Türkische dekliniert ebenfalls, aber halt nicht nach Geschlecht [männlich, weiblich, sächlich]) sowie die Präpositionen sich je nach vorhergehendem Vokal stark ändern können. Und nicht nur das, auch die Konsonanten „ç“, „p“, „t“ und „k“ erweichen sich zu „c“, „b“, „d“ und „ğ“, wenn ihnen eine Nachsilbe folgt. Kurz gesagt, ein Wort kann so stark variieren, dass man hinterher gar nicht mehr weiß, wie man es im Wörterbuch suchen soll. Hier ein paar Beispiele:
- kitap (Buch) + -m (mein) = kitabım (Buch-mein), wobei diese Possessivnachsilbe der ersten Person Singular auch „-im“, „-üm“ und „-um„“, oder einfach „-m“, wenn sie auf Konsonanten endet, sein kann. Das heißt: 5 Formen für ein „simples mein“ (und an diese Nachsilbe wird dann noch die Deklinationsendung angehängt). Hinsichtlich der Vokalharmonir muss es „kitabım“ sein, weil der Regel zufolge nach „a“ „ı“ folgen muss.
- Die persönlich Nachsilbe für „in/bei“ („in“ Deutschland, „bei“ mir [zu Hause]) hat ebenfalls 4 Formen, da sich sowohl ihr Vokal wie ihr Konsonant ändert: -de, -da, -te , -ta. Hier ein paar Beispiele, wie man sie erkennt: ev = Haus, evde = im/zu Haus(e), kitapta = im Buch, şişede = in der Flasche, Edremit’te = in Edremit (eine Stadt in der Osttürkei). Die Nachsilbe werden mittels Apostrophs von Eigennamen getrennt.
Wie die Verben funktionieren
Die Vokalharmonie ist auch bei den Verben wiederzufinden:
- Der Infinitiv endet auf -mek oder -mak (je nach vorhergehendem Vokal): gitmek = gehen (es muss „-mek“ sein, weil die Regel der kleinen Vokalharmonie [es gibt sogar 2 davon!] Folgendes vorschreibt: nach „e“, „i“, „ö“ und „ü“ steht „e“), während „bulmak“ (finden) „-mak“ hat, denn nach „a“, „ı„“, „o“ und „u“ „a“ folgen muss…
- An diese Verbalwurzel (git-, bul-) werden dann die verschiedenen, persönlichen Nachsilben gehängt (vor welchen die Modalsilben eingebracht werden können), die bis zu 4 verschiedene Formen haben, je nachdem, auf welchen Vokal der Verbstamm (dessen letzter Konsonant außerdem auch noch erweichen kann, klar…): „gid-iyor-um“ (gid = git-, -iyor- = andauerndes Präsens, -um = ich → ich gehe). „Bul-abil-iyor mu-sunuz?“ bedeutet: Können Sie/könnt ihr finden?, wobei jede Silbe folgendermaßen übersetzt wird: bul- = finden, -(y)abil/ebil- = können, -iyor/ıyor/uyor/üyor = Präsens, mu/mi/mı/mü- = Frage, -(s)unuz/(s)iniz/(s)ınız/ünüz: ihr/Sie.
Beispiele: Begrüßungen und kurze Sätze
- Merhaba, nasılsın? – İyiyim, sen (nasılsın)? [Hallo, wie geht's? - Gut, und (wie geht's) dir?]
- Adın ne? – Benim adım (nombre). [Wie heißt du? - Mein Name ist...]
- Burada ne yapıyorsun? [Was machst du hier?]
- Öğrenciyim. [Ich bin Student.]
- Ne güzel! [Wie schön!]
Anhand der folgenden Zahlwörter von 1 bis 10 ist leicht festzustellen, dass das Türkische wirklich überhaupt nichts mit unseren indogermanischen Sprachen zu tun hat: bir (1), iki (2), üç (3), dört (4), beş (5), altı (6), yedi (7), sekiz (8), dokuz (9), on (10).
Unterrichtsmaterial
Zum Selbsterlernen verwende ich folgende Werke:
- Stein, M.: Türkisch Wort für Wort, Kauderwelsch Band 12, Reise Know-How, 2002, Bielefeld.
- Scheffler, K.-H.: Einstieg türkisch (für Kurzentschlossene), Hueber, 2000, Ismaning. (Mit 2 CDs.)
- WinLernen: Türkisch 2.0 Vokabeltrainer, bhv (www.bhv.de).
Musik
An türkischer Musik kann ich empfehlen: Tarkan (der Bekannteste), Mustafa Sandal (der Zweitbekannteste, hier mit Araba, „Auto”), Yıldız Tılbe und Nez.

Esta mañana, he encontrado un artículo interesante que está relacionado con este tema. Un extracto sobre el significado de los apellidos turcos:
Los apellidos más frecuentes son:
* «Yilmaz» = sin miedo(4783)
* «Kaya» = roca(3163)
* «Sahin» = halcón(3034)
* «Celic» = acero(2853)
* «Demir» = hierro(2853)
* «Yildirim» = relámpago
* «Aslan» = león
* «Cetin» = duro
Como si esto fuera poco, les gusta añadirle el prefijo «öz» que significa «auténtico, real», por lo que «Öztürk» (2474) resulta ser «el turco auténtico», «Özdemir» (2571) «hierro de verdad».
Fuente: http://www.welt.de/wissenschaft/article2756358/Warum-Oezdemir-aus-echtem-Eisen-ist.html
¡Hola!.
Llevo un tiempo planteándome estudiar turco porque me parece una lengua muy interesante. Ademas conozco a gente de allí, por lo que me pueden enseñar la pronunciación y practicar muy a menudo. No había conocido a una persona que también lo estudiase y me alegro mucho. Por cierto, te doy la enhorabuena por tu curriculum (que he fisgoneado un poco) pues no creo que haya mas satisfactorio que conocer idiomas. Sólo ello da pie a conocer numerosa gente y culturas.
¡Gracias por este Blog!
¡Merhaba Larissa!
Pero bueno, la próxima vez que vaya a Alemania me buscaré un/a profesor/a que me enseñe a hablar. También tengo dos amigos en İstanbul que me gustaría visitar, pero para eso quisiera hablar un poco mejor.
¡Teşekkürler por tu comentario! Yo empecé hace tiempo, pero de forma autodidacta y sin la cuarta destreza: hablar, que resulta ser la más importante, ¿no?
He aquí unas cuantas buenas páginas para aprender turco:
— http://www.turkishlanguage.co.uk/
— http://www.learningpracticalturkish.com/
— http://www.uludagsozluk.com/k/ispanyolca/ (la lengua española explicada para turcos)
— Complete conjugation: http://turkish.pgeorgalas.gr/ConjugationSetEn.asp
— Song: http://www.youtube.com/watch?v=FTWHDChQdGY&feature=player_embedded#
— Lyrics: http://lyricstranslate.com/en/SEN-BENIM-SARKILARIMSIN-YOU-ARE-MY-SONGS.html
Ohhh ¡muchisimas gracias por esas páginas porque me han venido muy muy bien! Suerte con el turco, yo ya me defiendo un poquito en el
yo necessito de saber sobre el apellido zêgo que és un apellido turco
Olá Nelson:
Obrigado pelo teu comentário. A verdade é que o sobrenome «Zêgo» não me parece nada turco. No dicionário turkishdictionary.com não o encontro. Sinto muito.
Muitos comprimentos, Alex
Por favor estão ajude-me a descobrir se o sobrenpme Zêgo é itaçiano, espanhol ou alemão. Preciso muito saber