Grell, nicht wahr? Dass passt auch gut zum Titel dieses Buchs. Wie ich denn darauf gekommen bin? Durch den Doktorenkurs »Von der deutschen postmodernen bis zur Popliteratur«.
Für diesen Kurs habe ich die hier befindliche Hausarbeit auf Spanisch angefertigt, die zeigen soll, warum dieses Buch typisch »pop« ist und zu dieser Kunsttendenz gehört. Hier gibt’s mehr über den Autor.
Ich muss allerdings gestehen, dass sich »rave« nach allem anderen als »pop« anhört, doch hierbei geht es nicht um den Musikstil, sondern Literatur.
Bewertung
Anfangs locker-leicht-lustig (»LLL«) zu lesen, mit vielen »alt bekannten« Techno-Erfahrungen und -Erinnerungen angefüllt, wird das Buch am Ende doch etwas zu philosophielastig. Ich kann es jedem empfehlen, der einmal Lust hat, ein Buch ohne inneren Zusammenhang und mit wirklich schrägen Dialogen zu lesen. Doch so heiter und schrill das Ganze beginnt, so langweilig und träge hört es auf.
Als ein kleiner Vorgeschmack, hier nun ein geniales Video eines noch genialeren Lieds von WestBam, dem vor dem ersten Kapitel (»Der Verfall«) eine ganze Seite gewidmet ist:


Ich habe Rave auf dem Nachtisch liegen und nicht weiter gelesen. Techno hat den Nachteil, dass es eine, ich nenne es mal so, PopKultur ist, die eine geringe Halbwertzeit hat/te. Da das Buch schon 1998 erschienen ist, wirken einige Beschreibungen heutzutage wahrscheinlich eher etwas “niedlich”.
Der Stil war mir auch zu wenig unterhaltsam.
Naja, egal, irgendwann werde ich es weiterlesen, schon alleine deshalb, weil Goetz’ erster Roman zu meiner Jugend-Subkultur gehört und ich seinen Start in den frühen 1980ern aufmerksam verfolgte und sehr spannend fand.
Ich kaufte mir “IRRE” 1983 und empfand das Buch als eine passende literarische Ergänzung zu meinem Lebenstil und meinem Musikgeschmack.