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Übungen, Grammatik, Deutsch

Warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht?

07.08.2009 | 14 Kommentare

Die deutsche Deklination; vielen gefällt es, einen Hehl daraus zu machen: »Deutsch ist eine so schwere Sprache, weil sie dekliniert«, »die deutsche Sprache ist so reich, weil sie dekliniert«, »die deutsche Deklination ist höchstkompliziert«, sagen sie. Das einzige Wahre daran ist, dass viele sie (gern) komplizierter machen (oder aussehen lassen), als sie in Wirklichkeit ist, um andere zu beeindrucken. Leider gibt es immer noch viele Deutschlehrer dieser Art. Ich kämpfe nun schon seit Jahren dagegen an. Außerdem, weiß man (oder sollte man wissen) nach dem heutigen Stand, dass alle lebenden Sprachen ein gleiches Entwicklungsniveau aufweisen. Hier nun (s. o.) meine vereinfachte Version der deutschen Deklination: Was man wissen muss: Artikelwort und Adjektiv werden normalerweise nicht gleich dekliniert, wie beispielsweise im Griechischen oder Lateinischen. Im Deutschen wird das Adjektiv anders dekliniert, je nach dem, ob ― und wenn, welches ― Artikelwort ihm vorausgeht:

  • Nom. Mask.: der große Mann.

Normalerweise wird der Buchstabe aus der 1. Tabelle an das erste Wort (meistens ein Artikelwort) gehängt, und an das zweite Wort der Buchstabe aus der 2. Tabelle. Es gibt jedoch eine Gruppe Artikelwörter (ein, kein, mein, dein, sein, ihr, euer, unser), die die Endungen „-r“ und „-s“ aus Nom. und Akk. der 1. Tabelle nicht annehmen können; in diesem Fall hat das Adjektiv diese Endung (also „-r“ oder „-s“):

  • Nom. Mask.: ein großer Mann.
  • Akk. Neut.: Ich möchte ein großes Auto.

Die kleinen, in Klammern angegebenen Buchstaben werden ans Nomen angehängt. Das war’s schon! (Aber natürlich muss das dann noch viel geübt werden, hier ein Übungsbeispiel.)

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