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Sprachen, Videos

O que é a língua portuguesa

10.10.2009 | 2 Kommentare

Portugal und Spanien teilen sich ja bekanntermaßen die iberische Halbinsel, und geschrieben sehen sich ihre beide Sprachen auch auffallend ähnlich. Die gesprochene Sprache unterscheidet sich jedoch stark, wie man hier beispielsweise hören kann:

Hier zum Vergleich brasilianisches Portugiesisch, das noch mal ein ganz anderes Thema ist (und häufig auch beliebter als das europäische Portugiesisch ist):

Das Portugiesische bildet mit dem in Nordspanien gesprochenen Galicisch das Galicisch-Portugiesische, eine Untergruppe der iberoromanischen Sprachen (das sind die auf der iberischen Halbinsel gesprochenen romanischen Sprachen. Es ähnelt dem Spanischen so sehr, weil beide Sprachen auf eine gemeinsame Wurzel, den auf der iberischen Halbinsel gesprochenen Dialekt des Lateinischen zurückgehen. Auch das Katalanische zählt hierzu, wird jedoch auch als Brückensprache zum Französischen (dem Galloromanischen) angesehen.

Die portugiesische Sprache hat trotz ihrer Ähnlichkeit zum Spanischen viele andersartige Veränderungen des Lateinischen durchgemacht (siehe Tabellen hier) und auch andere Dinge beibehalten, die im Spanischen nicht mehr vorzufinden sind, z. B.:

  • die Personalpronomen als Subjekt nós und vós;
  • die Superlative dificílimofacílimo und frigidísimo (von frío, „kalt“);
  • zwei Formen für das Zahlwort „zwei“: mask. dois und fem. duas;
  • die zweite Person Plural des Verbs ir („gehen“): ides (wird jedoch nicht mehr verwendet);
  • Plusquamperfekt-Bedeitung der formen auf -ara (‘trabajara’), d. h. eu trabalhara bedeutet „ich hatte gearbeitet“;
  • Beibehaltung bestimmter Konstnanten wie in substituir, substantivo, demonstrar, nascer, crescer, passar, proprio.

Eine interessante Innovation des Portugiesischen ist der persönliche Infinitiv, was sich ja an sich schon etwas widersprüchlich erscheint. Und zwar werden dabei die Personenendungen (2. Prs. Sg. -es, 1. Pl. -mos, 3. Pl. -em) an den Infinitiv gehängt, um ihn so auf ein anderes Subjekt bzw. Objekt zu beziehen, z. B. in é bom teres um amigo („es ist gut, dass du einen Freund hast“).

Der Name Portugals kommt übrigens nicht von *Portugallien bzw. „Hafen Galliens“, wie ich zuerst annahm, sondern von lateinisch Portus Cale, was der Name der heutigen Stadt Vila Nova de Gaia war.

Wichtige Internetseiten

  • das Wörterbuch der portugiesischen Sprache,
  • Seite zur Klärung von gramatikalischen und anderen Fragen zum Standard-Portugiesischen,
  • ein Portugiesischkurs auf Französisch,
  • ein Vergleich zwischen den französischen und portugiesischen Nasalvokalen,
  • verschiedene, sehr praktische Übungen auf der Internetseite des Instituto Camões.
  • Verwandte Funktionen

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