Ich bin mir sicher, dass nur wenige etwas über die Sprache des (in diesem Fall: größten) Landes wissen, das gerne der EU beitreten würde: Türkisch; eine irgendwie komische und unverständliche Sprache. Es handelt sich dabei jedoch um eine höchst interessante Sprache (die ich hier bereits vorstellte), von der wir Wörter wie die folgenden entlehnt haben:
- Kiosk (türk. köşk, ,Pabellon’),
- Jog(h)urt (türk. yoğurt),
- Dönerkebap (türk. dönerkebap, ,carne que gira en un pincho vertical’),
- o hamam (,türkisches Bad’);
- Khan (turc. han, khan: emir, kaan: Tatar ve Moğol veya Türk kabileleri reisinin eski ünvanı, ’Entre los tártaros y mongoles, príncipe o jefe’ [cf. RAE]);
Außerdem gehört das Türkische zu einer relativ großen Sprachfamilie (der Altaischen), deren Größe mit der unseren, der indogermanischen oder indoeuropäischen, vergleichbar sein kann. Sicherlich wusstest du nicht, dass die folgenden Sprachen alle derselben Familie wie Türkisch (den sog. Turksprachen; außer der letzten, die bereits einen anderen Zweig derselben Familie darstellt) angehören:
- Aserbaidschanisch, das offensichtlich in Aserbaidschan (und interessanterweise an Eurovisión teilnimmt), aber auch in Russland, der Türkei und dem Iran gesprochen wird;
- Kasachisch, das in Kasachstan, China, Usbekistan, Russland und der Mongolei gesprochen wird;
- Kirgisisch, das in Afghanistan, Kirgisistan, Tadschikistan, Usbekistan und China gesprochen wird;
- und sogar Mongolisch, dies ist jedoch, wie schon gesagt, sprachlich schon etwas weiter entfernt.
Schrift und Alphabete
Fast alle diese Sprachen werden heutzutage mit dem lateinischen Alphabet (mit typisch türkischen Sonderbuchstaben wie ç, ğ, ş, ö, ü, ə, ı und sogar ñ, wie im Tatarischen (es wird jedoch nicht wie im Spanischen, sondern /ng/ (wie englisch song) ausgesprochen: Yañalif z. B., das ist der Name ihres Alphabets. Allgemein hat aber auch das arabische Alphabet eine lange Tradition in den Turksprachen, dabei war jedoch etwas problematisch, dass das Arabische nur 3 Vokale [a, i, u] kennt gegenüber den 8 der Turksprachen [a, e, i, ı, o, ö, u, ü]). Viele der Türkvölker gehörten früher jedoch der UdSSR an, weshalb das Kasachische und das Kirgisische auch immer noch mit dem kzrillischen Alphabet geschrieben wird.
Textbeispiele und Vergleichstabellen
- Nachdem ich jemanden aus Kasachstan kennen gelernt hatte (obwohl sie Russisch spricht), habe ich eine Tabelle zum Vergleich der Personalpronomen und der Deklination des Türkischen und des Kasachischen angefertigt. So ist leicht ersichtlich, wie sehr sich diese beiden Sprachen ähneln.
- Hier gibt’s noch eine Tabelle mit Vergleich des alltäglichen Vokabulars, um die Ähnlichkeites zwischen Türkisch, Kasachisch und Aserbaidschnisch zu sehen (Quelle: Wikipedia).
- Zuletzt gibt es hier noch einen Textvergleich auf Englisch, Spanisch und Türkisch über ein gravierendes Ereignis: der Absturz eines spanischen Militärflugzeugs in der Türkei. (Quellen: Englisch; Spanisch; Türkisch).
Hier kann man sich gratis die erste Nummer der Zeitschrift International Journal of Turcologia (ISSN 1956-2543, web) herunterladen.
Auf dem unten stehenden Bild kann man sehr gut die Verbreitung der Altaischen Sprachen erkennen.


Qué artículo tan interesante!! Enhorabuena Alex!! Sólo una pregunta: dices que “…esta lengua no se encuentra sola y aislada ―como el vasco, por ejemplo―, sino que forma parte de una familia lingüística (la altaica), casi tan grande como la nuestra, la indoeuropea.” ¿Te refieres (con “grande”)al número de las personas que dominan las lenguas altaicas o al número de los idiomas que pertenecen a esta familia lingüística?
Gracias por las informaciones tan interesantes que nos ofreces a través de esta página!
¡Muchas gracias por tu comentario!
Has planteado una muy buena cuestión; con «una familia lingüística [...] casi tan grande como la nuestra» me refería a su extensión geográfica. Sin embargo, exageré un poco al afirmar esto, dado que la extensión de la familia indoeuropea, de hecho, es mucho mayor… Además, a continuación he extraído el número de lenguas y hablantes de las familias indoeuropea, altaica (con y sin japonés y coreano, que son discutidas) y afroasiática de Wikipedia en inglés, alemán y español:
1.ª) Indoeuropea: «heute meistverbreitete Sprachfamilie der Welt mit mehr als 2,5 Milliarden Muttersprachlern. Ihre große Verbreitung ist auch Ergebnis der Kolonisationspolitik seit dem 16. Jahrhundert».
2.ª) Afroasiática: «macrofamilia de lenguas que consta de unas 240 lenguas habladas por unos 400 millones de personas».
3.ª) Altaica: «Micro-Altaic would include about 66 living languages, to which Macro-Altaic would add Korean, Japanese, and the Ryukyuan languages for a total of about 74. (These are estimates, depending on what is considered a language and what is considered a dialect. They do not include earlier states of language, such as Old Japanese.) Micro-Altaic would have a total of about 348 million speakers today, Macro-Altaic about 558 million.»; «weit verbreitete Gruppe von etwa 60 Sprachen mit rund 160 Millionen Sprechern (annähernd 185 Mio. inklusive Zweitsprechern)»; «conjunto de unas 60 lenguas, agrupadas en una controvertida macrofamilia de lenguas habladas en total por unos 250 millones de personas».
Casi ni me atrevo a contradecir a un máquina de la materia lingüística, pero ahí voy:
Creo que se usa en castellano la palabra “mongol” para referirnos a la lengua, y “mongolo” para referirnos despectivamente a la gente con síndrome de Down, o para insultar en general. Así que no sé si está bien que uses “mongolo” para hablar de la lengua altaica esa.
Salud
Juantxo
¡Gracias por la observación! Tienes razón; ¡nunca había caído en ello! De hecho, la forma «*mongolo» ni siquiera está en el DRAE, sino solo esta entrada:
«mongol, la.
1. adj. Natural de Mongolia. U. t. c. s.
2. adj. Perteneciente o relativo a este país de Asia.
3. m. Lengua de los mongoles.
Real Academia Española © Todos los derechos reservados».
Ya lo cambié.